Wenn du Beschwerden hast, einen neuen Laufschuh suchst oder an deiner Technik arbeiten willst, bringt dir eine Laufanalyse mehr. Willst du gezielter trainieren und deine Trainingsbereiche kennen, ist eine Leistungsdiagnostik wie der Laktatstufentest oder die Spiroergometrie die bessere Wahl. Verfolgst du ein konkretes Wettkampfziel, lohnt sich oft die Kombination aus beidem.
Zwei Fragen, zwei Messungen
Laufanalyse und Leistungsdiagnostik werden oft in einen Topf geworfen, beantworten aber unterschiedliche Fragen. Die Laufanalyse zeigt, wie du läufst: Fussaufsatz, Beinachse, Becken, Rumpf, Armarbeit und wie sich die Belastung verteilt. Die Leistungsdiagnostik misst, was dein Körper leisten kann: bei welchem Tempo du wie viel Energie bereitstellst, wo deine Schwellen liegen und wie viel Spielraum du nach oben hast.
Ein Beispiel: Wer bei jedem längeren Lauf Knieschmerzen bekommt, dem hilft eine genauere Pulszone wenig. Und wer seit zwei Jahren beim gleichen 10-km-Tempo stagniert, findet die Lösung selten in der Schuhsohle. Die Frage, die du beantworten willst, entscheidet über die passende Messung.
Laufanalyse: Wenn es um Technik, Belastung und Schuhe geht
In unserem CURREX 5D Lab analysieren wir deinen Laufstil und deine Belastung auf dem Laufband. Daraus leiten wir konkrete Empfehlungen ab: welche Technikanpassungen sinnvoll sind und welcher Schuh zu deinem Bewegungsmuster passt. Details findest du auf der Seite zur Laufanalyse.
Eine Laufanalyse lohnt sich besonders, wenn
- du immer wieder an denselben Stellen Beschwerden hast, etwa an Schienbein, Knie oder Achillessehne,
- du mit dem Laufen beginnst oder nach einer längeren Pause wieder einsteigst,
- du einen neuen Schuh suchst und nicht nur nach Gefühl entscheiden willst,
- du deine Technik bewusst verändern möchtest, zum Beispiel Schrittfrequenz oder Fussaufsatz.
Hast du an deiner Technik gearbeitet oder den Schuh gewechselt, zeigt eine Re-Laufanalyse, ob die Veränderung tatsächlich angekommen ist. Häufige Ursachen von Beschwerden beschreiben wir im Artikel zu Beschwerden und Verletzungen beim Joggen.
Laktatstufentest: Deine Trainingsbereiche aus dem Blut
Beim Laktatstufentest läufst du mehrere Stufen mit steigendem Tempo. Nach jeder Stufe wird ein Tropfen Blut aus dem Ohrläppchen entnommen und die Laktatkonzentration bestimmt, parallel wird die Herzfrequenz aufgezeichnet. Aus der Laktatkurve lassen sich deine aerobe und deine anaerobe Schwelle ableiten und daraus individuelle Trainingsbereiche mit Tempo- und Pulsangaben.
Der Test passt zu dir, wenn du strukturiert trainierst, mit Herzfrequenz oder Pace arbeitest und wissen willst, ob dein lockerer Dauerlauf wirklich locker ist. Weil sich die Kurven bei gleichem Protokoll gut vergleichen lassen, eignet er sich auch, um Fortschritte über eine Saison zu dokumentieren.
Spiroergometrie: Der Blick auf Atmung und Sauerstoff
Bei der Spiroergometrie trägst du eine Maske, über die deine Atemgase gemessen werden. So werden Sauerstoffaufnahme und Kohlendioxidabgabe auf jeder Belastungsstufe sichtbar. Läufst du bis zur Ausbelastung, lässt sich deine maximale Sauerstoffaufnahme (VO2max) bestimmen. Dazu kommen die ventilatorischen Schwellen und das Verhältnis von Fett- zu Kohlenhydratverbrennung bei verschiedenen Tempi.
Das ist für dich interessant, wenn du genauer verstehen willst, wo dein Leistungspotenzial liegt und wie dein Stoffwechsel etwa im Marathontempo arbeitet. Für viele Hobbyläuferinnen und Hobbyläufer liefert bereits der Laktatstufentest die wichtigsten Trainingsinformationen. Die Spiroergometrie ergänzt das Bild um die Atmung und den Energiestoffwechsel.
Die Kombinationen: Endurance Lab und Run Performance Lab
Im Endurance Lab kombinieren wir Laktatstufentest und Spiroergometrie. Du erhältst Schwellen aus zwei unabhängigen Messgrössen, was die Trainingsbereiche zusätzlich absichert, und gleichzeitig Daten zu VO2max und Energiestoffwechsel. Das ist sinnvoll vor einer wichtigen Saison oder einer Marathonvorbereitung.
Im Run Performance Lab verbinden wir Leistungsdiagnostik mit Laufanalyse. Du erfährst also, in welchen Bereichen du trainieren solltest, und zugleich, wie ökonomisch und sauber du dich dabei bewegst. Für ambitionierte Läuferinnen und Läufer mit Zeitziel ist das die umfassendste Option. Alle Angebote findest du im Performance Lab.
Häufige Fragen
Brauche ich als Einsteigerin oder Einsteiger schon eine Leistungsdiagnostik?
Meist nicht als Erstes. Am Anfang sind ein passender Schuh und eine saubere Technik wichtiger. Eine Leistungsdiagnostik wird interessant, sobald du regelmässig trainierst und gezielt schneller werden willst.
Kann ich eine Laufanalyse auch ohne Beschwerden machen?
Ja. Viele kommen präventiv, vor dem Schuhkauf oder bevor sie ihren Umfang steigern. Gerade dann ist es hilfreich zu wissen, wo deine Bewegung unnötige Belastungsspitzen erzeugt.
Ich habe aktuell Schmerzen. Was ist der richtige erste Schritt?
Akute oder anhaltende Schmerzen gehören zuerst in medizinische Hände. Im selben Haus befindet sich die Kineo Physiotherapie Seefeld mit Schwerpunkt Laufen. Die Laufanalyse ergänzt die Therapie, wenn es darum geht, deine Belastung beim Laufen zu verstehen.
Ich weiss nicht, welches Angebot passt. Was nun?
Buche das kostenlose 15-minütige Beratungsgespräch zum Performance Lab. Dort klären wir dein Ziel und deinen Trainingsstand und empfehlen dir die Messung, die dir tatsächlich etwas bringt.
So geht es weiter
Laufanalyse, Performance Lab und das kostenlose Beratungsgespräch buchst du online über SportsNow. Für eine Laufschuhberatung kommst du ohne Termin an der Seefeldstrasse 83 vorbei (Tram 2 und 4, Haltestelle Feldeggstrasse), Dienstag bis Freitag von 10.30 bis 19.00 Uhr und Samstag von 10.00 bis 17.30 Uhr. Fragen beantworten wir dir auch telefonisch unter 044 500 87 22.